Getriebeinnovation

Eine Vermeidung des  Getriebespieles (Backlash) und der Ausgleich von exzentrischen Fehlern im Schneckenrad geschieht hierbei schon auf mechanischem Wege.

Während des Nachführens eines Objektes in Verbindung mit einem Autoguider in Verbindung mit ungenauer Polausrichtung ist oftmals eine Drehrichtungsumkehr der Motore nötig um das Beobachtungsobjekt während des Belichtens im "Fadenkreuz" zu halten. Die Drehrichtungsumkehr hat aber den nachteiligen Effekt des so genannten Totganges. Dieser entsteht durch das Getriebespiel zwischen Schnecke und Schneckenrad.

Dieses Problem des Totganges haben wir durch eine Neuentwicklung im Schneckengetriebe gelöst.

Das Schneckenrad selbst ist so konstruiert, dass das Spiel zwischen Schnecke und Schneckenrad gar nicht erst entsteht.

Mehrere federnde Komponenten im Schneckenrad bewirken, dass beide Zahnflanken eines Zahnes des Schneckenrades permanent zwei Zahnflanken der Schnecke berühren. Bei Drehrichtungsumkehr der Schnecke infolge eine Guidingimpulses wird somit des Moment ohne Verzögerung an das Schneckenrad weiter gegeben.


Im Nachfolgenden ist der Aufbau des Getriebes zeichnerisch dargestellt:

 


   


Hier ist der prinzipielle Aufbau der Deklinationsachse dargestellt.

Die Achseinheiten in Rektaszension und Deklination sind identisch aufgebaut.


Schneckenfehler

Der Schneckenfehler der Montierung bewegt sich zwischen +/- 2,5 Winkelsekunden. Prüfstern war, bei der Messung unten im Diagramm, Regulus mit 11,5° Deklination. Brennweite des Teleskops war 2000mm (C8). Der Seeingfehler war wie im Diagramm näherungsweise zu erkennen: ca. 1 bis 1,5 Winkelsekunden.